Gerade fuhr ich durch den Regen nach Hause. Ich kam nass wie eine Katze an, bin aber erfüllt und glücklich. Vor 2,einer Stunde endete die Vinylpredigt 57 „Balkan, naher Osten, Dingsbums“, die von den bulgarischen Chören bis C Cat Trance reichten. Da ich noch kräftig Adrenalin verspüre, nutze ich die Power, um hier ein wenig über C Cat Trance zu schwärmen.
Wie so vieles lernte ich auch C Cat Trance in den 80ern durch Patrick kennen. Pat ist ein Trüffelschwein des Pops und inspirierte mich immer wieder immens. C Cat Trance fielen vom Himmel. Wir hatten keinerlei Hintergrundinfos (wie so oft). Ihre Musik hat orientalische Einflüße. Manchmal sind es die Beats, manchmal die Harmonien und Melodien, manchmal auch alles zusammen. Die Musik wirkt etwas schwer und ernst, aber nicht schwerfällig und depressiv. „This shit sounds mean“ fällt mir dazu ein.
Ich weiß immer noch relativ wenig über sie. Sie stammten aus den Überresten von Medium Medium (großartige Band. Bitte merken), mehr erfuhr ich nicht auf die Schnelle. Medium Medium erscheinen einem nur logisch als Ursprung. Schon damals legten sie einen Schwerpunkt auf den Rhythmus. Ihre Schlagzeug/Bass-Kombination war erregend-schön.
https://youtu.be/cIPPGgLpmSo
Ich kaufte die meisten Platten von C Cat Trance im Laufe der Jahrzehnte für kleines Geld ein. Kein Mensch interessierte sich für sie. Bis vor Kurzem. Der Zeitgeist hat in seiner Impotenz neues zu kreieren, beim Abhören vergangener Sounds nun auch C Cat Trance erfasst. Folgende Nummer fehlt mir leider. Sollte ich sie mal erwischen, werde ich wohl tiefer als bisher in die Tasche greifen müssen.